Die fünf Handlungsfelder

Die fünf im Kern betrachteten Handlungsfelder, in denen das Potenzial liegt, um zur Ultraeffizienz zu gelangen, sollen auf jedem Level der Produktion überprüft und optimiert werden. Denn die Möglichkeiten liegen im Kleinen wie im Großen: vom einzelnen Prozess über die Produktion bis zur kompletten Fabrik als Ganzes erstreckt sich die Perspektive darüber hinaus in die nähere Umgebung (urban) und auf den weiteren Kontext zum Bundesland bis hin zur globalen Ebene. Ultraeffizientes Vorgehen erhebt dabei den Anspruch, in sämtlichen Handlungsfeldern (von Energie bis Organisation) sowie Ebenen (von prozessorientiert bis weltumspannend) zu optimieren und dabei technische und organisatorische Maßnahmen auszuschöpfen.

Die Handlungsfelder der Ultraeffizienzfabrik

Das bedeutet im Einzelnen:

Energie

Regenerative Energien werden höchst effizient und effektiv eingesetzt und der Energiebedarf optimal abgestimmt, mit dem Ziel, ihn so weit wie möglich zu minimieren. Die Vision: Einsatz ausschließlich erneuerbarer Energie; mehr Energie erzeugen als verbrauchen (Plusenergiefabrik).

Material

Die ultraeffiziente Nutzung von Ressourcen geht über das Konzept der Nachhaltigkeit hinaus. Die Material-Ultraeffizienz strebt eine vollständige Kreislaufwirtschaft an. Dabei sollen Rest-, Abfall, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Produkte oder Produktteile nach ihrem Gebrauch weiter-, um oder wiedergenutzt werden (Materialrecycling). Die Vision: ausschließlich Material verwenden, das vollständig ohne kritische und gesundheitsschädliche Stoffe auskommt, das zu 100 Prozent aus lokalen Ressourcen stammt und zu 100 Prozent kreislauffähig ist. Dies gilt für interne kleine Materialkreisläufe ebenso wie für Fertigprodukte.

Emissionen

Ultraeffiziente Unternehmen lassen möglichst keine Emissionen als Begleiterscheinung ihrer Pro­duktion entstehen, das schließt jeglichen Austrag, also auch Geruchs- und Lärmemissionen, mit ein. Falls sie unvermeidlich sind, sollen sie bestenfalls vollständig in der Produktion verwertet werden. Die Vision: Emissionen sowie Abfälle im Wertschöpfungsprozess nicht nur vermeiden, sondern ein emissions- und abfallsenkendes Unternehmen entwickeln.

Mensch/Personal

Menschen sind weit mehr als nur Arbeitnehmer*innen. Ultraeffizient ist es, Produktionsziele zu erreichen, und dabei einen so positiven Beitrag für Unternehmen, Mitarbeitende und Nachbar*innen zu erzeugen, wie möglich. Die Vision: Mitarbeitenden größtmögliche Freude an der Arbeit verschaffen und die Fabrik perfekt in ihr Lebensumfeld integrieren. Sowohl für White- als auch für Blue-collar-Mitarbeitende personalisierte, innovative Arbeitsplätze und -modelle schaffen, die effektiv die Leistung fördern. Die Arbeit in einer Ultraeffizienzfabrik fördert die Gesundheit der Mitarbeitenden.

Organisation

Die unternehmerische Organisation soll Strukturen und Regeln zur Verfügung stellen, die es ermöglichen, Maßnahmen schnell und reibungslos einzuführen und umzusetzen. Die Vision: möglichst flexibel, wandlungsfähig und resilient wirtschaften. Transparenz als Leitmaxime in der Unternehmens­kultur verankern; Mitarbeitende identifizieren sich in hohem Maße mit der Organisation.

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